Pädagogische Beratungsfelder: Gewalt & Sucht
Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass das Städtische Gymnasium Selm vergleichsweise äußerst geringfügig mit Problemen wie Gewalttätigkeiten oder Sucht konfrontiert ist.
Diesbezügliche individuelle Beratungen mussten bisher nur in seltenen Einzelfällen durchgeführt werden. Der Arbeitsschwerpunkt liegt deshalb in der Entwicklung und Durchführung präventiver Maßnahmen, die einerseits themengebunden sind, andererseits auch das Angebot konkreter Hilfestellungen für Eltern, Schüler und Lehrer bei allgemeinpädagogischen Problemen umfassen.
Gewaltprävention
Von Kolleginnen und Kollegen werden Fort- und Ausbildungsmaßnahmen besucht; in Zusammenarbeit mit der SV entwickeln und realisieren sie präventive Maßnahmen. Neben kollegiumsinternen Fortbildungen zum Thema wird jährlich ein Selbstbehauptungs- und Selbstverteidigungstraining für interessierte Mädchen durchgeführt. Ebenso werden Konflikt- und Einzelfallberatungen angeboten, die auch von dem am Städtischen Gymnasium Selm eingeführten Streitschlichterprogramm – sachbezogen ausgebildete Schüler beraten Schüler – getragen werden.
Suchtprävention
Vor dem Hintergrund geltender wissenschaftlicher Erkenntnisse wird deutlich, dass die Suchtprävention zwei Aspekte berücksichtigen muss: Zum einen muss direkt zum Thema Sucht und ihre Entstehung gearbeitet werden (Informationen über Drogen und ihre Wirkungen, psychosoziale Ursachen einer Suchtentwicklung etc.), zum anderen ist ein indirektes suchtpräventives Angebot mit dem Ziel, den Kindern und Jugendlichen selbstwertsteigernde Erfahrungen zu vermitteln, sinnvoll und wünschenswert.
Im Rahmen der direkten Maßnahmen werden Projekte zum Thema und kollegiumsinterne Fortbildungen durchgeführt. Für die Eltern der Jahrgangsstufe 7 werden Elternabende zum Thema „Suchtgefährdung vor dem Hintergrund pubertärer Entwicklungsphasen“ sowie für die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 7 ein Projekttag zum Thema Sucht (Schwerpunkt „Rauchen“) angeboten.
Ferner finden Informationen über suchtpräventive Maßnahmen im familiären und schulischen Bereich auf Lehrer-, Schul- und Schulpflegschaftskonferenzen sowie Gespräche mit der SV statt.
Die schulischen Bemühungen unterstützend, werden die lehrplanbezogenen suchtpräventiven Maßnahmen der zuständigen Fachbereiche (Sozialwissenschaften/Politik, Religion, Biologie) koordiniert. Im Rahmen von Einzelfallberatungen wird eine – auf Wunsch anonyme – Telefonsprechstunde sowie die Unterstützung beratender Kollegen angeboten. Eine feste Sprechstunde der Suchtpräventionslehrerin in der Schule wird derzeit aufgrund fehlenden Bedarfs nicht angeboten.
Sollte professionelle Hilfe in einem Einzelfall erforderlich sein, kann diese durch Kooperation mit einer Erziehungsberatungsstelle vermittelt werden.
Einzelfallberatungen bei pädagogisch-psychologischen Problemen
Im Rahmen der Prävention und Beratung werden Einzelfallhilfen bei z.B. auffälligem Sozialverhalten, Essstörungen und Hochbegabung angeboten. Außerschulische Beratungsstellen werden im Bedarfsfall hinzugezogen.
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