Kooperation Grundschule & Gymnasium
Es ist schon ein gewaltiger Schritt für einen 10-jährigen Menschen, wenn er den Übergang von der Grundschule zum Gymnasium vollzieht. In Größe, Struktur und Anforderungen gibt es bei den Schulen zum Teil immense Unterschiede, die von den Kindern kaum allein überwunden werden können. Deshalb hat die Schulleitung des Gymnasiums konsequent und von Anbeginn an auf eine gute Zusammenarbeit mit den hiesigen Grundschulen besonderen Wert gelegt.
Im Interesse unserer Kinder
Noch im 4. Grundschuljahr werden unsere zukünftigen Schüler zusammen mit ihrer Grundschullehrerin / ihrem Grundschullehrer zu einem Unterrichtsbesuch in unseren 5. Jahrgang eingeladen, um ein wenig Gymnasialluft zu schnuppern. Nicht nur auf der Schüler-, sondern auch auf der Lehrerebene finden gegenseitige Hospitationen statt. Zwar liegt der Schwerpunkt der Wünsche im Bereich Deutsch, Sprache und Mathematik, aber auch Sachkunde und andere Unterrichtsfächer werden von unseren Kollegen/innen gerne besucht. Das dabei gewonnene Bild hilft sehr, um viele Umstellungsprobleme der Kinder in ihrer Tiefe und Gewichtung richtig zu erkennen.
Dabei sind die Gymnasiallehrer manchmal erstaunt, welchen Grad an Selbständigkeit viele Grundschulkinder in ihren Arbeits- und Lernmethoden schon erreicht haben; andererseits wird oft auch deutlich, dass die Lernpensen in unserem 5. Jahrgang nicht zu hoch angesetzt werden dürfen. Besonders förderlich für die Zusammenarbeit ist, dass wir seit mehreren Jahren die Klassenlehrer des neuen 5. Jahrganges sehr frühzeitig benennen. So kann bei den gegenseitigen Besuchen darauf geachtet werden, dass der neue Klassenlehrer und die neuen Schüler/innen zusammengeführt werden. Schon bei diesen Gelegenheiten ergeben sich wertvolle Gespräche zwischen den Kollegen/innen, und Informationen über pädagogische sowie erzieherische Besonderheiten werden ausgetauscht.
Besonders intensiv wird die gegenseitige Beratung in den Konferenzen der Erprobungsstufe, wenn die Grundschullehrer/innen mit am Tisch sitzen. Gerade in den ersten Konferenzen ist die Meinung und Einschätzung der Pädagogen der Grundschule sehr gefragt, weil ihre vierjährige Erfahrung mit den Kindern weit umfangreicher und tiefergehend ist als die achtwöchige Gymnasialzeit es ermöglichen kann. Auch und gerade in diesem Bereich zeigt sich immer wieder, wie sicher die Kollegen/innen der Grundschulen in ihren Gutachten über ihre Kinder urteilen.
Von ganz anderer Art ist eine Zusammenarbeit im musikalischen Bereich. Für die Grundschulkinder werden bei besonderen Anlässen Sonderkonzerte angeboten. Angeregt durch die Steel-Drums, die aus der englischen Partnerstadt „eingeführt“ wurden, hat sich eine eigene Steel-Drum-AG der Overberg-Grundschule gebildet, die im Gymnasium beheimatet ist. Diese Grundschüler haben so erfolgreich geübt, dass sie zum Einschulungsfest für unseren 5. Jahrgang die Eröffnungsmusik spielten. Bei diesen Kindern kann man sicher sein, dass der Übergang zum Gymnasium leichter fällt.
Die aufgezeigten Eckpunkte unseres Zusammenwirkens werden an vielen Stellen durch weitere Aktivitäten abgerundet. Insgesamt blicken wir mit Zufriedenheit auf Jahre vertrauensvoller Kooperation zurück und mit Zuversicht in die Zukunft.
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